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Medienempfehlung - November:

Dixon, Glenn:

Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

Ich war noch nie ein Romeo und Julia Fan, aber dieses Buch hat mich wirklich berührt und zum Nachdenken angeregt. Das Faszinierende an der Geschichte für mich war, dass Briefe an Shakespeares Dramenfigur Julia geschrieben werden können. Diese werden in den Briefkasten vor ihrem Haus in Verona eingeworfen, bevor sie von Julias Sekretärinnen gelesen und beantwortet werden. Auf der Suche nach seiner großen Liebe begibt sich Gleen Dixon nach Verona. Dort wird er zu Julias Sekretär, in der Hoffnung, seinen Liebeskummer zu bewältigen. Er bringt den Leser*innen das Gefühl der Liebe näher. Sehr gefallen haben mir die Briefe, die in dem Buch enthalten sind. Der Schmerz in den Worten all dieser hilfesuchenden Menschen, war nicht leicht zu verdauen.

Das Buch ist absolut lesenswert.

Sternbewertung: 4 Sterne

- Julia Harth


 

Medienempfehlung - Oktober:

Lea Singer:

La Fenice

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Venedig ca. 1530: Die 23-jährige Angela del Moro erzählt von ihrem Leben. Schon früh war ihr bewusst, dass sie ein selbständiges Leben führen möchte. Dies ist ihr allerdings nur als Kurtisane möglich. Sie lernt lesen und schreiben und wird vom adeligen Aretino gefördert, sodass sie Kontakte in die höhere Gesellschaft knüpfen kann.

Doch als sie eines Tages einen reichen Freier ablehnt, hat dies ungeahnte Folgen. Dieser rächt sich mit einem „trentuno“ an ihr. Zunächst aus der Bahn geworfen, richtet sie sich wieder auf und wird am Ende sogar ein Modell für den Maler Tizian.

Man erfährt in diesem Buch einiges über das Leben der Frau im Venedig der Renaissance, in dem die Möglichkeiten für Frauen sehr begrenzt waren. Entweder ehrbar verheiratet, aber zu Hause praktisch eingesperrt, ein Leben im Kloster und einigermaßen unabhängig aber gefährlich lebend als Kurtisane. Angela erzählt uns spannend von den gesellschaftlichen Abgründen. Nur gegen Ende, als sie Tizian Modell stand, war die Luft ein wenig raus.

Dennoch bietet dieses Buch eine gute und spannende Unterhaltung.

4 Sterne

 - Corinna Schmidt


 

Medienempfehlung - September:

Claudia Gray:

Constellation - Gegen alle Sterne

Abel, der hochentwickeltste Mech seiner Zeit und Noemi Vidal, Soldatin von Genesis, treffen im Kampf um Leben und Tod aufeinander. Gemeinsam versuchen sie Noemis Heimat vor der Zerstörung zu retten. Auf der Reise durch die Galaxie entwickelt sich Abel gegen seine Programmierung und beginnt zu leben. Auf der Flucht vor dem Tod gehen Abel und Noemi getrennte Wege, um sich gegenseitig zu beschützen.

Persönlich habe ich die Kapitel aus der Sicht des Protagonisten Abel präferiert, da dieser Charakter besonders heraussticht. Er hat seine Umgebungen und all seine Wahrnehmungen sehr genau und gefühlvoll beschrieben. Vom Inhalt her ist mir aufgefallen, dass es viele Anlehnungen an „Star Wars“ gibt. Das hat mich tatsächlich etwas gestört, da mir der Roman nicht wie eine eigene Geschichte vorkam. Trotzdem eine sehr gefühlvolle und packende Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen.

Sternebewertung:  3 Sterne

                - Julia Harth


 

Medienempfehlung - August:

Bruder, Jessica;

Nomadland


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Ein Roadmovie der besonderen Art! Handelt von vielen Freundschaften, vielen Abschieden und der Schönheit des Zusammenseins. Es gibt wunderbare Landschaften zu sehen; alles - ein Gedicht übers Unterwegssein. Starke Bilder; starke Menschen und eine unglaublich starke Francis McDormand!

Bekommt von mir wohlverdiente 5 Sterne! 

- Mechthild Iannaccone


 

Medienempfehlung - Juli:

Sanders, Ella Frances:

Lost in translation


Es heißt ja, man könne nur das denken, für das man auch Begriffe hat. Und wer eine neue Sprache lernt, lernt also immer auch neue Gedanken kennen. Das Buch „Lost in translation“ ist wie dafür gemacht, über diese Tatsache zu staunen. Jede Doppelseite erklärt und illustriert einen besonderen Begriff, der nur schwer übersetzbar ist. Das Entdecken der Wörter in diesem feinen Sammelsurium macht richtig viel Spaß – besonders, wenn man bemerkt, dass man die Dinge, von denen die Rede ist, zwar irgendwie kennt, aber eben keine eigenen Worte dafür hat. So zum Beispiel beim japanischen „TSUNDOKU“ – ein Begriff dafür, ein gekauftes Buch zu den anderen ungelesenen Büchern zuhause zu legen. Auch für das hawaiianische „‘AKIHI“ fehlt das deutsche Pendant: wenn man sich eine Wegbeschreibung anhört, diese aber sofort wieder vergessen hat, sobald man losgelaufen ist.

Manche der Begriffe sind sehr kulturspezifisch, andere universeller. Mit dem finnischen „PORONKUSEMA“ zum Beispiel kann man ganz praktisch die Entfernung angeben, die ein Rentier zurücklegen kann, bevor es eine Pause braucht. Auch das norwegische „PALEGG“ vermisst man im eigenen Wortschatz: Es steht für alles, was man irgendwie auf eine Scheibe Brot legen oder schmieren kann.

Eine große Empfehlung an alle, die sich für Wörter begeistern können!

 - Sabrina Butz


 

Medienempfehlung - Juni:

Vogt, Johannes & Horstschäfer, Felicitas:

Es geht rund

Schon das Buchformat ist ein Hingucker und steht für den Inhalt: aufgeklappt wird dies Kindersachbuch zum Kreis. Auf verblüffende Weise wird veranschaulicht: Kreisläufe sind Wiederholung und schaffen doch immer Neues!

Aus der Abfolge von Tag und Nacht entstehen die Jahreszeiten. Die sorgen dafür, dass aus dem Apfelkern neue Äpfel wachsen. Vom Ei über die Kaulquappe zum Frosch entsteht neues Leben.

Tiere fressen Pflanzen, Bakterien verdauen die Reste toter Tiere und werden zu Pflanzennahrung. Aus Biomüll entstehen im Kompost neue Nährstoffe, da hilft nicht nur der Regenwurm mit. Unser Leitungswasser kam mal als Regen vom Himmel und wird wieder zu Wolken verdunstet. Neu befüllte Mehrweg-Flaschen landen wieder im Supermarkt und alte Malblätter werden über die Altpapiersammlung zu neuem Papier … Auf der Erde kommt nichts weg und wir sind ein Teil von allem.

Toll erklärt und genial illustriert. Eine runde Sache für Menschen ab 6 Jahren!

Zu recht auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 und von mir

schon jetzt preisgekrönt mit 6 Punkten.

- Uta Koch


 

Medienempfehlung - Mai:

Colombani, Laetitia:

Das Mädchen mit dem Drachen


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Kennen Sie das: „Die Angst vor der letzten Seite“?

Sie hat mich schon bei ihrem letzten Roman „Das Haus der Frauen“ ereilt und bei Laetitia Colombani’s neuesten Erzählung, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Sie schreibt auch hier wieder über mutige, willensstarke Frauen in beindruckender Art und Weise.

Da weiß ich wieder, warum ich so gerne lese! Eine literarische Perle - Einfühlsam und sehr bewegend! 5 Sterne von mir!

- Mechthild Iannaccone


 

Medienempfehlung - April:

Gulin, Dunja: Hummus - aus Liebe zur Kichererbse

Hummus findet man heutzutage ja in jedem Supermarkt, aber selbst gemacht ist bekanntlich immer besser (und man weiß genau, was drinnen ist). Als ich über dieses Buch gestolpert bin, habe ich es mir als Hummus-Fan gleich mal mitgenommen. Das Basis Rezept ist schnell und einfach nachgemacht und auch die meisten anderen Rezepte aus diesem Buch, die sich nicht nur auf Kichererbsen konzentrieren, sind wirklich lecker. (Besonders das Curry Hummus, das Zwiebel Hummus und das schwarze Bohnen Hummus kann ich empfehlen)

Und wenn man nichts zum Dippen hat, findet man in dem Buch auch dafür Rezepte.

5 Sterne

- Corinna Schmidt


 

Medienempfehlung - März:

Dornhelm, Robert:

Anne Frank – die ganze Geschichte

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Anne ist ein ganz normales 13 jähriges Mädchen, mit Träumen und Wünschen wie sie viele Teenager in diesem Alter haben. Es gibt nur ein Problem: Anne ist Jüdin. Sie lebt 1940 mit ihren Eltern und ihrer Schwester in Amsterdam und muss sich vor den Nazis verstecken, um nicht deportiert zu werden. Die Familie versteckt sich im Hinterhaus von Anne’s Vater, mit Ihnen leben aber dort noch weitere Juden, die in den engen Wohnverhältnissen zurecht kommen müssen. In ihrem Tagebuch beschreibt Anne, die Schwierigkeiten in ihrem Versteck, ihre Träume von der Zukunft und der Angst vor der Entdeckung.

Wir alle wissen, wie die Geschichte weitergeht: Die Familie Frank wird entdeckt und in ein Konzentrationslager verschleppt. Bis auf Anne’s Vater überlebt keiner den Holocoust…

Obwohl ich schon mehrere Filme über Anne Frank gesehen habe, hat mich dieser am meisten beeindruckt! Grandios gespielt in der Rolle des „Pim“ Anne Franks Vater, von Ben Kingsley. Auch die anderen Schauspieler machen ihre Sache großartig.

Und immer wieder kommen einem die Tränen bei dieser Geschichte…

Dem Film vergebe ich 5 Sterne *****

 - Ulrike Reschke


 

Medienempfehlung - Februar:

Jan Guillou:

Die Brückenbauer

Erster Teil einer Trilogie: 3 arme Norweger studieren um 1901 in Dresden an der Technischen Hochschule; nur einer kehrt zurück und baut unter fürchterlichen Bedingungen die Eisenbahn über die Hardangarvidda; ein anderer baut Eisenbahnen in Deutsch-Ostafrika, die Spur des 3. verliert sich in London.

Es gibt sie noch – die spannenden Geschichten. Ein sehr gutes Buch mit geschichtlichem

Hintergrund der einen Neugierig auf die anderen beiden Bücher macht! Sehr gut

Das Buch hat die volle Punktzahl verdient!!!

- Heidi Kühn


 

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